
Ob Unfall oder Überfall: Wenn im Land etwas passiert, wollen die Medien schnell über die Fakten informiert werden, doch nicht immer läuft die Zusammenarbeit mit der Polizei optimal. An welchen Stellen es hakt und wie sich Reibungsverluste verringern lassen, war Thema eines Treffens von Journalisten mit Pressesprecherinnen und Pressesprecher der Polizei, zu dem DJV Schleswig-Holstein, die Landespressekonferenz Schleswig-Holstein (LPK) und die Landespolizei eingeladen hatten. Im Rendsburger Martinshaus ging es unter anderem um die Frage der Erreichbarkeit der Sprecher und die Auskunftsbereitschaft der Dienststellen, um den Umgang der Beamten mit Journalisten an der Einsatzstelle sowie um die Folgen größerer Leitstellen. Ein Ergebnis der offenen Diskussion in großer Runde war das Angebot, dass Beamte bei Interesse Redaktionen besuchen können.
Der DJV-Landesvorsitzende Michael Frömter kritisierte auch die Medien: So beklagte er eine wachsende Boulevardisierung. LPK-Vorstand Peter Höver wies darauf hin, dass die Berichterstattung über Polizeiarbeit im ureigenen Interesse der Polizei liege und entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, um diese Arbeit zu ermöglichen. Bernd Drescher, Sprecher des Landespolizeiamts im Kiel, dankte DJV und LPK für die Initiative zu dem Treffen: „Es war wichtig, diese Punkte anzusprechen.“
Diese Meldung wurde am 07. Mai 2010 erstellt.
´
Der DJV-SH stellt exclusiv für seine Mitglieder Presseausweise für das Jahr 2010 aus.